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Chronik

 

Oktober 1988 - Gründungsversammlung

Am 5. Oktober 1988 wird auf Initiative von Monika Oswald der Arbeitskreis „Unternehmerfrauen im Handwerk" im Hause der Kreishandwerkerschaft Iserlohn gegründet. 24 Handwerkerfrauen aus dem Märkischen Kreis beteiligten sich mit großem Interesse an dieser Gründungsversammlung. Diese überraschend große Resonanz zeigte das Bedürfnis nach einem Zusammenschluss. 

Der Arbeitskreis UFH-MK ist zu diesem Zeitpunkt der zweite seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Der erste gewählte Vorstand setzt sich aus der 1. Vorsitzenden Monika Oswald, der 2. Vorsitzenden Margret Burschik, der Kassenwartin Ursula Blauert, der Schriftführerin Ute Roggendorf, der 1. Beisitzerin Liane Heumann und der 2. Beisitzerin Edda Nolte zusammen.


Oktober 1992 – Partnerschaft mit AK Heiligenstadt

Am 30. Oktober 1992 wird die Partnerschaft zwischen den Arbeitskreisen der Unternehmerfrauen im Handwerk „Märkischer Kreis“ und „Heiligenstadt“ (Thüringen) besiegelt. Die Partnerschaftsurkunde wird im Rathaus Iserlohn von beiden Vorsitzenden der Arbeitskreise unterzeichnet.

Sinn und Zweck dieser Partnerschaft ist die Förderung der Kommunikation und der Austausch von Erfahrungen, sowie die gegenseitige Einladung zu Seminaren, Fortbildungen und Studienreisen.

Im Iserlohner Rathaus unterzeichneten die  UFH-Vorsitzenden Maria Strathausen aus Heiligenstadt (r.) und Monika Oswald aus Iserlohn die Partner- schaftsurkunde.

März 1995 – 5. Landesverbandstagung NRW in Iserlohn

„Die Frau in der Führungsverantwortung“ – so lautet das Motto der fünften Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk, die in Iserlohn stattfand.

„Mehr Mut zur Führung“ wünschte die damalige Landesverbands-Vorsitzende Monika Oswald den 220 Frauen aus 25 nordrhein-westfälischen UFH-Arbeitskreisen sowie den Gästen. Unter ihnen auch die Ministerin für die Gleichstellung von Frau und Mann in NRW, Ilse Ridder-Melchers, Vizebürgermeister Michael Scheffler, Handwerkspräsident Lothar Bub und Kreishandwerksmeister Hans-Joachim Künzel.

Unter den vielen Festrednern/-innen bezog die NRW-Frauenministerin Ilse Ridder-Melchers eine klare Position: „Ohne das Engagement der Unternehmerfrauen würde dem Handwerk schnell der goldene Boden entzogen.“


Unternehmerfrauen und Gäste verfolgten die Talkrunde (rechtes Bild, von links) mit Heide Schnorr von Carolsfeld und Dieter Schleussner (Unternehmensberatung, Düsseldorf), Prof. Dr. Sonja Bischoff (Hochschule für Wirtschaft und   
Politik, Hamburg), Moderator K.-F. Schulte-Uebbing (Wirtschaftsjunioren Hagen), Monika Oswald (UFH-Vorsitzende des Landesverbandes NRW) und Silke Nehring-Wende (Metallbaumeisterin, Braunschweig).

Juni 1996 – Gründung des Wertpapierclubs „UFH-Invest“

„Wer wagt, gewinnt“ sagten sich 19 Frauen vom Arbeitskreis der Unternehmerfrauen im Handwerk und gründeten am 3. Juni 1996 mit Unterstützung der Sparkasse Iserlohn, Zweigstelle Letmathe, den Wertpapierclub „UFH-Invest“. Seit der ersten Anlagenausschusssitzung am 2. Juli 1996 stehen den Unternehmerfrauen „Profis“ der Sparkasse Iserlohn mit Rat und Tat zur Seite.

In der Sparkasse Letmathe gründeten 19 Unternehmerfrauen den Wertpapierclub "UFH-Invest". Mit Rat und Tat zur Seite stand ihnen dabei Sparkassen- Betriebswirtin Steffi Christoph.

Oktober 1998 – 10 Jahre Arbeitskreis UFH-MK

Der Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk Märkischer Kreis feiert im Haus der Kreishandwerkerschaft Iserlohn sein zehnjähriges Bestehen mit 130 geladenen Gästen aus unterschiedlichen Unternehmens- und Wirtschaftsbereichen.

„Ein Jahrzehnt Arbeit für die Hoffnung, dass Frauen im Handwerk nicht nur die mitarbeitende Ehefrau im Hintergrund sind, sondern dem Betrieb selbstbewusst und selbstverantwortlich zur Seite stehen“, so würdigte Prof. Dr. Annelie Keil von der Universität Bremen in Ihrer Festrede die Arbeit der Organisation. Ziel sei es, aus der Vergangenheit heraus Gegenwart und Tendenzen zu begreifen, um für die Zukunft zu lernen.

„Als einen Zusammenschluss aktiver Geschäftsfrauen, die ihre Person mit ihrem Wissen und Können gezielt in den Dienst der heimischen Betriebe stellen“ bezeichnete Kreishandwerksmeister Hans-Joachim Künzel den Arbeitskreis der Unternehmerfrauen im Handwerk in seiner Festrede.


Die UFH-Vorsitzende Monika Oswald freute sich über die von KH-Hauptgeschäftsführer Dr. Hanswerner Hildenbrand überreichte Geburtstagstorte.

Sie zählten zu den zahlreichen Gratulanten: Der Iserlohner Kreishandwerksmeister Hans-Joachim Künzel (l.), Prof. Dr. Annelie Keil (2.v.l.) von der Universität Bremen und der Lüdenscheider Kreishandwerksmeister Walter Trimpop (2.v.r.).
  

Die 130 geladenen Gäste hörten nicht nur zahlreiche Geburtstagsansprachen, sondern erfreuten sich auch an dem musikalischen Geburtstagsgruß der Kölner Kabarettistin Monika Kampmann.

Oktober 2002 – 10 Jahre Partnerschaft mit AK Heiligenstadt (Thüringen)

Mit einer gemeinsamen Studienfahrt nach Berlin feierten die Arbeitskreise „Heiligenstadt“ und „Märkischer Kreis“ ihr zehnjähriges Bestehen. Durch Einladung und Begleitung der Jakob-Kaiser-Stiftung erhielten sie Zutritt zum Bundesrat, dem Bundeskanzleramt und dem ersten Dienstsitz des Bundesministeriums für Verteidigung. Bei dem Festabend im „Brechthaus“ wurden viele Erinnerungen an gemeinsame Aktivitäten ausgetauscht und viele neue Kontakte geknüpft.

10 Jahre gelebte Partnerschaft - Gruppenfoto der Unternehmerfrauen aus dem Märkischen Kreis und Heiligenstadt im Foyer des Bundesrates in Berlin.

Februar 2004 – Wellness-Seminar

Ein Wochenendseminar ganz im Zeichen der Gesundheit veranstalteten die Unternehmerfrauen im Handwerk Märkischer Kreis mit Unterstützung der IKK Westfalen zum fünften Mal im Dorint Hotel Arnsberg. Das Ziel des Seminars war die Steigerung der körperlichen Fitness und Wohlbefinden durch sportliche Aktivitäten zu Hause und am Arbeitsplatz.

Die Teilnehmerinnen erlernten durch zwei erfahrene Sport- und Yoga-Lehrerinnen den richtigen Dreh, wie körperlichen Belastungen und Verspannungen entgegen zu wirken sind. Kopf, Nacken, Schulter, Brust und Arme sowie Rücken und Beine wurden durch ein gezieltes Bewegungs-programm gestärkt.

Walking und Aqua-Fitness rundeten das Programm durch ein sinnvoll aufgebautes Herz-Kreislauf-Training ab, das nicht nur der Entspannung dient, sondern vor allem bei Alltagsstress hilft. Alle Teilnehmerinnen verabschiedeten dieses Seminar mit dem Versprechen, für sich selbst mehr zu tun um Gelenk-, Rücken- und Venenbeschwerden vorzubeugen. Dabei hilft auch die IKK mit einem speziell entwickelten Bewegungsprogramm für Büroarbeitsplätze.


März 2004 – Vortrag zur Erbnachfolge

Über „Familienrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten für Privat- und Betriebsvermögen” referierte Dr. Antje Bamberg, Fachanwältin für Familienrecht beim Bund der Steuerzahler, vor den Märkischen Unternehmerfrauen.Im Schwerpunkt dieser Veranstaltung standen die Themen Erbnachfolge und Nachfolgeregelung im Mittelstand sowie vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Dr. Antje Bamberg nannte plausible Gründe, über die Regelung der Erbnachfolge nachzudenken, insbesondere über betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Fragen bei der Bewertung von Betriebsvermögen. Vertragliche Regelungen gewährleisten die wirtschaftliche Existenz und den Fortbestand des Unternehmens, so die Referentin in Ihren Ausführungen. 
  


UFH-Vorsitzende Monika Oswald (l.) bedankte sich bei der Referentin Dr. Antje Bamberg mit einem Blumenstrauß.
 

Fazit der Unternehmerfrauen: „Abwarten und Tee trinken” ist sicherlich leichtfertig bei der Regelung der Unternehmensnachfolge. Rechtzeitige Absicherung ist der bessere Weg.


März 2004 – Seminar "Lust auf Erfolg - Gemeinsam Erfolg entwickeln"

Bei der Tagesveranstaltung vom "Institut für Kirche und Gesellschaft", die im Haus Ortlohn in Iserlohn stattfand, präsentierten sich die Unternehmerfrauen aus dem Märkischen Kreis am 20. März 2004 mit einem Infostand.

  Unter dem Motto „Gemeinsam Erfolg entwickeln” war die Veranstaltung prall gefüllt mit verschiedenen Fachbeiträgen zu den Themen Vernetzung und Mentoring sowie Formen von erfolgreicher Kooperation für aufstiegsorientierte Frauen. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, an zahlreichen Infoständen berufliche Netzwerke aus der Region kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen sowie Impulse für die eigene berufliche Weiterentwicklung zu erhalten.

Die Unternehmerfrauen genossen das Programm, das durch Musik und Kabarett begleitet wurde, und lobten die ausgezeichnete Küche im Haus Ortlohn.


Im Gespräch: UFH-Vorsitzende Monika Oswald (2.v.r.) und ihre Stellvertreterin Gisela Wydra (r.) vom Märkischen Arbeitskreis der Unternehmerfrauen im Handwerk.

 


August 2007 – Handwerksfrauen aus Thüringen
und dem Märkischen Kreis feiern 15 Jahre Partnerschaft

15 Jahre Partnerschaft UFH Märkischer Kreis und Heiligenstadt
Vor 15 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen den Arbeitskreisen der Unternehmerfrauen im Handwerk „Märkischer Kreis“ und „Heiligenstadt“ (Thüringen) im Iserlohner Rathaus besiegelt. Auf den Stufen des Rathauses wurde auch 15 Jahre später das Erinnerungsfoto geschossen.

Die beiden Gründungsmitglieder Monika Oswald (UFH MK) und Maria Strathausen (UFH-Heiligenstadt) sind ebenfalls als erste Vorsitzende mit dabei. Einige Mitglieder treffen sich nun schon seit Jahren, aber auch die neuen Frauen wurden in den Kreis schnell einbezogen und unternehmerische Fragen wurden anregend diskutiert.

Eine gemeinsame Stadtführung mit dem Schwerpunkt „starke Iserlohner Frauen“ (die gab es zu jeder Zeit), sowie die Führung durch das Bergkloster in Bestwig, die Einfahrt in das Erzbergwerk Ramsbeck und eine gemütliche Schifffahrt auf dem Hennesee rundeten das Jubiläumsprogramm ab.
Die Frauen der Arbeitskreise sind sich einig, dass solche Treffen auch weiterhin Bestand haben müssen, denn es ist äußerst wichtig, sich immer wieder auszutauschen, neue Impulse zu erhalten, gestärkt und motiviert wieder in den eigenen Betrieb zu gehen. Frauen halten ihren Männern nicht nur den Rücken frei, sie sind der Motor unserer Wirtschaft.

August 2008: Mit der Draisine auf der alten Kanonenbahn
Besuch beim Arbeitskreis Heiligenstadt

Ausfahrt mit der DraisineZu einem sonnenreichen Wochenende hatten die Frauen des Arbeitskreises Heiligenstadt/ Thüringen den Arbeitskreis MK eingeladen. Mit der Fahrrad-Draisine erlebten sie eine Fahrt auf einer der schönsten Eisenbahn-strecken Deutschlands. Start und Ziel ist immer der Bahnhof in Lengenfeld. Die Fahrt geht über 10,5 km leicht bergauf, schon anstrengend, jedoch die Aussicht: man muss sie gesehen haben. Nach dem Wenden der Draisinen ging es bequem zurück ins Tal.

Geschichtlich ging es bei einem Besuch der sagenumwobenen Barbarossahöhle im Geopark Kyffhäuser sowie bei Werner Tübkes Panoramagemälde in Bad Frankenhausen zu. Das Gemälde entstand zum Gedenken an den Deutschen Bauernkrieg und den Bauernführer Thomas Münster.

Es  blieb aber noch genügend Zeit zum Austausch „Wie geht es den Frauen im  Handwerk nach  18 Jahren vereintes Deutschland? Wo können wir uns unterstützen  und voneinander lernen?"

 

Oktober 2008: Frauenpower zum 20-jährigen Bestehen

„Mehr Wissen + Mehr Können = Mehr Erfolg.“ Unter diesem Motto hatten 24 mitarbeitende Frauen aus märkischen Handwerksbetrieben am 5. Oktober 1988 den Arbeitskreis der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) Märkischer Kreis gegründet. Sein 20-jähriges Bestehen feierten die Frauen am 10. Oktober in der Kreishandwerkerschaft in Iserlohn.

Monika Oswald, Initiatorin und seit 20 Jahren UFH-Vorsitzende, eröffnete die Feier und freute sich über die „geballte Frauenpower“, die aus ganz NRW angereist war. Der Arbeitskreis mit heute rund 50 Mitgliedern verstehe sich als Sprachrohr für die Probleme der Unternehmerfrau, wie Oswald beschrieb: „Sie ist nicht mehr die Frau an der Seite des Meisters in Arbeitskleidung, die mittags Erbsensuppe für die Belegschaft kocht. Wir stehen dem Unternehmen mit Wissen, Rat und Unterstützung zur Seite! Und gerade wegen unserer Sozialkompetenz übernehmen wir Führungsaufgaben.“

Oswald erläuterte weiter, dass das Modell mitarbeitende Familienangehörige ein Auslaufmodell sei, favorisiert werden die Unternehmerinnen im Handwerk. So sollte es eine ausgewogene Führungskonstruktion im Handwerksbetrieb geben: Der Handwerksmeister hat das Spezialwissen. Aufgaben wie Akquise, Kundenpflege, Mitarbeiteroptimierung und Überblick über die Kosten könnten von der Partnerin übernommen werden. Oswald: „Das Muskelkraft-Handwerk von gestern braucht morgen die Unterstützung eines managementorientierten Kopfwerkes an seiner Seite. Auch in Zukunft müssen wir den Frauen ihre Fähigkeiten bewusst machen und sie unterstützen, ihre Führungsqualitäten zu entdecken. Dazu bieten die Arbeitskreise für Unternehmerfrauen eine gute Plattform.“

Monika Oswald, vor 20 Jahren ebenfalls Gründerin des UFH-Landesverbandes, richtete ihr Augenmerk in die Zukunft: „Wenn die Frauen ihre Stärken ausbauen und ihre Tätigkeiten um Aufgaben aus der Betriebsführung erweiterten, dann werden sie auch nicht mehr um die Anerkennung und um Gehör in handwerkspolitischen Gremien kämpfen oder gar bitten müssen. Dann kommen diese Gremien gar nicht umhin, mit uns zusammenzuarbeiten.“

Zahlreiche Gratulanten, darunter KH-Hauptgeschäftsführer Dirk Jedan, Iserlohns stellvertretende Bürgermeisterin Renate Brunswicker, die UFH-Landesverbandsvorsitzende Karin Peters, Professorin Dr. Annelie Keil von der Uni Bremen und Saxophonistin Gilda Razzani, sorgten für einen gelungenen Tag.


Mai 2009: Jahreshauptversammlung mit Ehrung der "Frauen der ersten Stunde"

20 Jahre Mitgliedschaft bei den UFH Märkischer KreisDie diesjährige Mitgliederversammlung war eine ganz besondere: Stolz ließ die Vorsitzende Monika Oswald (2.v.r.) das Jubiläumsjahr 2008 noch einmal Revue passieren. Nicht nur sie blickte auf 20 Jahre Mitgliedschaft und Vorsitz zurück.

Eine ebenso lange Mitgliedschaft können auch (v.l.) Annegret Grote, Elli Bettermann, Renate Mannstein, Maria Kemper und Elke Iwanowski vorweisen. Diese Frauen waren ebenfalls bei der Gründung im Jahr 1988 mit dabei und sind heute noch Mitglieder. Alle heutigen Mitstreiterinnen sagten "Danke", denn ohne das ehrenamtliche Engagement der "Frauen der ersten Stunde" hätte sich nicht viel bewegt. Neuwahlen standen bei der Jahreshauptversammlung nicht auf der Tagesordnung. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen – auch Damen, die bei der einen oder anderen Veranstaltung erst nur mal "schnuppern" möchten (>>> siehe Termine).  Bei Interesse erteilt die Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis gern Auskunft. Ansprechpartnerin ist Heike Alberts, Telefon 02371 / 958128.



Juni 2009: „Unter Bezugnahme“ hat ausgedient

„Geschäftsbriefe kommen heute ohne Floskeln wie ,unter Bezugnahme’ aus. Sie zeichnen sich durch eine prägnante und wohlwollende Sprache aus.“ Das und noch viel mehr lernten 13 Unternehmerfrauen (UFH) aus dem Märkischen Kreis bei dem Workshop „Zeitgemäße Korres­pondenz“ im Haus der Kreishandwerkerschaft in Iserlohn. Heide-Ilka Weber, Kommunikationsberaterin und Journalistin aus Konstanz, zeigte wie das geht.

Der Schreibstil in Geschäftsbriefen hat sich in den letzten 20 Jahren grundlegend gewandelt. Kurz, klar, freundlich und vor allem empfängerorientiert sollen Geschäftsbriefe sein – so lautet das Fazit des Work­shops. An zahlreichen Beispielen zeigte die Referentin, wie man durch gedankliche und sprachliche Wendungen selbst heikle Briefe wie Absagen, Reklamationen oder Mahnungen so formulieren kann, dass beim Empfänger keine negativen Gefühle entstehen.

„Lockern Sie Ihre Briefe auch durch Fragen auf“, war eine ihrer Empfehlungen. „Wie gefällt Ihnen unser Angebot?“ – Eine solche Frage beispielsweise lasse einen Brief lebendiger werden und die Empfänger aus ihrer passiven Rolle in das Schreiben hineinholen. Dabei gehe es weniger darum, eine Antwort zu bekommen, sondern die Aufmerksamkeit des Empfängers zu verstärken.

E-Mails hingegen erfordern einen viel kürzeren, einfacheren und knapperen Stil als Briefe, führte Heide-Ilka Weber aus, doch sollten in jedem Fall ganze Sätze geschrieben werden, klar formuliert und übersichtlich strukturiert mit maximal 7 bis 15 Zeilen. Absätze sollten alle 4 bis 6 Zeilen gemacht werden. Dennoch sollten sie wie Briefe eine persönliche Anrede und eine volle Grußzeile mit Firmensignatur wie in Geschäftsbriefen enthalten.

Noch wichtiger als in Briefen sei in E-Mails die Betreffzeile, um den Empfänger zum Weiterlesen zu ani­mieren, betonte die Referentin. E-Mails eigneten sich aber nicht für vertragliche Abmachungen, Angebotsdetails oder Termine, die man unter Umständen später beweisen muss, auch nicht für den Austausch heikler Firmendaten.

Persönliche Glückwünsche oder Kondolenzschreiben an Kunden oder Mitarbeiter sollten ebenfalls auf dem traditionellen Postweg übermittelt werden. Wer echte Anteilnahme zeigen möchte, verwendet für die persönlichen Wünsche besser eine neutrale Karte und schreibt zumindest die Anrede und Grußzeile von Hand.



November 2010: Menschenkenntnis von Kopf bis Fuß – Unser Gesicht als Landkarte des Lebens

Seminar Menschenkenntnis UFH Märkischer KreisMenschenkenntnis von Kopf bis Fuß lautete die Überschrift des Seminars der Unternehmerfrauen im Handwerk Märkischer Kreis, welches in den Räumen der Vereinigten IKK stattfand. Als Referentin begrüßte die 1. Vorsitzende, Monika Oswald, Frau Anna Maria Schneider aus Weilheim, teilgenommen haben 12 Unternehmerfrauen.

Anna Maria Schneider lehrt seit mehr als 20 Jahren Psycho-Physiognomie nach der Lehre von Carl Huter. Huters Ausspruch: Wer Gutes tut und in sich glücklicher wird, wird auch in sich harmonischer, er wird seelisch schöner und diese seelische Schönheit strahlt schließlich sein Auge und Gesichtsausdruck aus. Seinen Ursprung findet man bereits bei Aristoteles, findet sich wieder in der traditionellen Medizin TCM und hat maßgeblich Einfluss im medizinischen Bereich. Selbst in der kriminologischen Forschung durch den Italiener Lombroso fand die Psycho-Physiognomie Anwendung. Er erfasste die morphologische Schädelform von tausenden Kriminellen, um hierdurch Erkenntnisse zu gewinnen.

So meint der Begriff Psycho-Physiognomik, dass der Körper, besonders das Gesicht, der Körperbau, die Mimik, die Gestik, die seelischen Eigenschaften von Menschen anzeigt. Die Psycho-Physiognomik ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur Gesicht- und Körperformlehre, sondern auch Lebens- und Seelenausdruckskunde. Sie zeigt uns den naturgesetzlichen Zusammenhang zwischen Lebenskraft, Geistesenergie und Körperform und daher sagt Huter: „Menschenkenntnis durch Gesichtsausdruckskunde“.

Umso wichtiger ist es also, dass der Psycho-Physiognom es versteht, einfühlsam und ohne Wertungen auf die entsprechenden Personen einzugehen bzw. mit diesen umzugehen, wenn er denn nun nicht gefragt wurde. Anna Maria Schneider vereinigt genau diese Eigenschaften in sich und versteht darüber hinaus selbstverständlich auch etwas von der Kunst der Gesichtsdeutung selbst. Umso interessanter war es, als die Teilnehmerinnen sich gegenseitig an Gesicht und auch an den Fußformen diagnostizieren sollten.

Vorgestellt hat Frau Schneider auch ihr erstes, neu am Markt erschienenes Buch „Menschenkenntnis von Kopf bis Fuß“. Die Analysen von Kopf bis Fuß sind eine Erweiterung der physiognomischen Fachbücher mit Erfahrungen aus der medizinischen Fußpflege und Praxis. Sie dienen der Selbsterkenntnis und Entwicklung der Persönlichkeit, um das innere Gleichgewicht zu finden. Ein verständnisvolleres Miteinander und ein achtvoller Umgang stärkt das Wohlbefinden und gibt Kraft und Energie für die täglichen Aufgaben. Zum Schluss des Nachmittags bedankte sich die Vorsitzende Monika Oswald bei Anna-Maria Schneider für den überaus lehrreichen Nachmittag mit einem guten Tropfen Wein.


Oktober 2011: Unternehmerfrauen informierten sich über heimische Wirtschaft

UFH Märkischer Kreis besuchten "Kleinbäder und Kleinwärme" in HemerDie Besichtigung des Handwerksunternehmen „Kleinbäder und Kleinwärme" in Hemer stand im Oktober auf dem Programm des Arbeitskreises der Unternehmerfrauen im Handwerk. Geschäftsführer Martin Klein und seine mitverantwortliche Ehefrau Cornelia, Mitglied des AK UFH MK, führten die Damen durch die Bäderausstellung, zeigten ihnen die neuesten Badtrends und informierten über ihre Geschäftsphilosophie und -praktiken.

Martin Klein verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Planung und Realisierung von hochwertigen Bädern, Cornelia Klein ist für die Büroorganisation und das Marketing verantwortlich. Neben zahlreichen Auszeichnungen trägt die Firma Klein seit 2008 den Namenszusatz „Das Bäderhaus“ , ausgezeichnet mit vier silbernen Sternen. Klein betonte, dass der Erfolg seines Betriebes wesentlich von der Mitarbeit seiner Frau getragen wird.

Beendet wurde das Treffen mit einem kleinen Imbiss und Erfahrungsaustausch. Die UFH-Vorsitzende Monika Oswald hob bei ihren Dankesworten hervor, wie innovativ heute ein Handwerksbetrieb bzw. der Wirtschaftsbereich  Handwerk sei und die Unternehmerfrau auch in der Zukunft im Handwerk gebraucht wird.

„Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“ - mit seinen Unternehmerfrauen.


Unternehmerfrauen im Handwerk Märkischer Kreis e.V.
c/o Kreishandwerkerschaft Iserlohn  –  Handwerkerstraße 2  –  58638 Iserlohn  –  Telefon 02371 / 958128